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Was, wenn QNG gar nicht so kompliziert ist, wie viele denken?

Nachhaltiges Bauen ist in der Branche längst angekommen. Dennoch begegnen wir als Kalksandstein-Hersteller immer wieder typischen Vorbehalten:

„QNG ist zu teuer.“

„Das ist viel zu komplex.“

„Mit massiven Baustoffen funktioniert das nicht.“

„Es gibt doch kaum Nachfrage.“

„QNG lohnt sich finanziell nicht.“

Ist das Projekt QNG-fähig? Früh geprüft – klar entschieden!

Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir: Diese Annahmen beruhen meist auf Mythen und Unsicherheiten. Nachhaltige Gebäude sind mit massiven Baustoffen problemlos möglich.

Nachhaltige Gebäude sind auch mit massiven Baustoffen problemlos möglich.

Gerade im Kontext von QNG zeigt sich, dass massive Bauweisen sehr gut funktionieren – technisch, wirtschaftlich und bewertungsseitig.

Ein wichtiger Punkt dabei ist die Ökobilanz:

Bei der CO₂-Bilanz eines Gebäudes macht der Anteil der eingesetzten Kalksandsteinprodukte nur einen vergleichsweise kleinen Teil der gesamten Betrachtung aus. Der überwiegende Einfluss entsteht in der Nutzungsphase – insbesondere durch den Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und den laufenden Betrieb. Genau hier liegt der größte Hebel für nachhaltige Gebäude.

Wie wir gemeinsam mit Becatur unterstützen

Gemeinsam mit der Becatur Beratungsgesellschaft für nachhaltiges Bauen mbH begleiten wir Planende, Bauträger und Investoren dabei, nachhaltiges Bauen realistisch, wirtschaftlich und nachvollziehbar umzusetzen.

Dadurch können Prozesse klarer abgebildet und Nachweise besser organisiert werden.

Entwurfsunterlagen einreichen – klare Rückmeldung erhalten.

Neue Chancen für Förderung, Markt und Wettbewerb

Nachhaltiges Bauen wird zunehmend ein Qualitäts- und Differenzierungsmerkmal – nicht nur aufgrund möglicher Fördermodelle, sondern auch wegen steigender Erwartungen bei Nutzern, Kommunen und Investoren.

Wer frühzeitig versteht, welche Anforderungen realistisch erfüllbar sind, kann Projekte:

  • sicher kalkulieren,
  • risikobewusst steuern,
  • und nachhaltige Bauweisen als Wettbewerbsvorteil nutzen.

Wir sind da, wenn es zwickt.

Melden sie sich bei uns, wir stehen mit unserem Team und Partnern Becatur Beratungsgesellschaft für nachhaltiges Bauen mbH zur Verfügung.

Ob frühe Entwurfsphase, konkrete Projektfragen oder Unsicherheiten bei QNG-Anforderungen – wir unterstützen dort, wo Theorie und Baupraxis aufeinandertreffen.
Und wer heute handelt, schafft den Vorsprung von morgen.

Nachhaltigkeit wird planbar, wenn man früh beginnt. / Bildnachweis: © Palladium.de / KS-ORIGINAL GMBH

Preisträger des Umwelttechnikpreises BW🏆

Erfolg mit KS*ReCO beim Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg

mit dem Produkt KS*ReCO – Nachhaltiger Kalksandstein mit 40 Prozent weniger CO₂ – erfolgreich am Wettbewerb um den Umwelttechnikpreis in der Kategorie Zirkuläres Wirtschaften und Vermeidung von Umweltbelastungen teilgenommen:

Stuttgart, 11. November 2025. E. Bayer Baustoffwerke GmbH + Co. KG hat

Das Produkt belegte den 1. Platz

Die KS*ReCO Produktreihe verursacht rd. 40% weniger CO2 bei der Herstellung als das Standard-Mauerwerk. Durch eine reduzierte Kalkanteil-Rezeptur und angepasste optimierte Produktionsprozesse spart der Baustoff erheblich CO₂ ein – ohne Abstriche bei Druckfestigkeit, Normkonformität oder Verarbeitung am Bau.

Kalksandsteine werden hauptsächlich im Wohnungsbau eingesetzt und besitzen bundesweit den größten Anteil an den Wandbaustoffen im mehrgeschoßigen Wohnungsneubau. Der verringerte Ausstoß der KS*ReCO resultiert aus dem gezielten Einsatz regionaler Rohstoffe und hochwertig recycelter Baustoffe sowie einem optimierten Produktionsverfahren. Während die herkömmliche Rezeptur der Kalksandsteine aus den natürlichen Rohstoffen Sand, Kalk und Wasser besteht – kommt für die Herstellung von KS*ReCO erstmalig ein Beton-Recycling-Sand zum Einsatz. Er ersetzt sowohl einen Teil des Natursandes als auch des Kalkanteils, der in der Herstellung die höchsten CO2-Emissionen verursacht. Zusätzlich haben wir die Steindruckfestigkeitsklasse 12 gewählt, welche auch beim Pressvorgang Energie einspart, ohne bauphysikalische und technische Qualitäten einzubüßen. Durch die konsequente Verwendung regional verfügbarer Materialien, werden zudem Transportwege kurzgehalten. Auf diese Weise trägt der Baustoff aktiv zur Senkung der CO₂-Emissionen im Bausektor und damit zur Erreichung der Klimaziele bei.

Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg verleiht den Umwelttechnikpreis seit 2009 im Zwei-Jahres-Takt an Unternehmen im Land, die mit ihren innovativen Produkten, Technologien und Verfahren einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt oder zur Schonung der natürlichen Ressourcen leisten. Das Preisgeld beträgt insgesamt 122.000 Euro und wird auf vier Kategorien und einen Sonderpreis der Jury verteilt. In den Kategorien „Energieeffizienz“, „Materialeffizienz und Ressourcenschonung“, „Zirkuläres Wirtschaften und Vermeidung von Umweltbelastungen“ sowie „Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Mess-, Steuer- und Regeltechnik werden Produkte oder Verfahren ausgezeichnet, die einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz und Umweltschonung leisten und kurz vor der Markteinführung stehen oder nicht länger als zwei Jahre am Markt sind. Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen mit Sitz oder einer Niederlassung in Baden-Württemberg. Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann zeichnete am 11. November 2025 in der Schwabenlandhalle in Fellbach die diesjährigen Preisträger und Nominierten aus und erklärte: „Mit ihrem CO₂-optimierten Kalksandstein zeigt E. Bayer, wie zirkuläres Wirtschaften und emissionsarme Baustoffproduktion Hand in Hand gehen können. Die Wiederverwertung von Beton-Brechsand ist ein wegweisender Beitrag zur Ressourcenschonung und Klimaneutralität im Bauwesen.“



„Dies ist eine besondere Auszeichnung für unsere Arbeit, unser Tun. Es spornt uns an, genau da weiterzumachen: in der Entwicklung von wirklich nachhaltigen Produkten, die nicht nur innovativ sind, sondern gleichzeitig einen wichtigen Beitrag leisten, wenn es um Umwelt, Ressourcen und Klimaschonung geht. Mit den KS*ReCO zeigen wir, dass sich ressourcenschonendes, ökologisch verantwortungsvolles Bauen und die bewährte KS Bauweise gut verbinden lassen.“, so Jörg Bayer, Geschäftsführer der E. Bayer Baustoffwerke GmbH + Co. KG

Die Jury

Dr. Andre Baumann war Mitglied der Jury. Die technische Leitung in diesem Gremium hatte Prof. Dr. Thomas Hirth (Vizepräsident für Transfer und Internationales am Karlsruher Institut für Technologie KIT) übernommen. Mitgewirkt in der Jury haben darüber hinaus Dr.-Ing. Hannes Spieth (Geschäftsführer der Umwelttechnik BW GmbH – Landesagentur für Umwelttechnik und Ressourceneffizienz Baden-Württemberg), Dr.-Ing. Ursula Schließmann (Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Stellvertretende Institutsleiterin, Koordinatorin Geschäftsfeld Umwelt und Klimaschutz), Dr. Christian Kühne (Geschäftsführer THINKTANK Industrielle Ressourcenstrategien am KIT), Dr. Alina Lara Amann (Stabsabteilungsleiterin Innovation bei der MVV Energie AG), Professor Dr. Claus Lang-Koetz (Stellvertretender Leiter des Instituts für Industrial Ecology an der Hochschule Pforzheim und Professor für Nachhaltiges Technologie- und Innovationsmanagement), Dr. Michael Weiß (Chief Technology Officer bei J. M. Voith SE & Co. KG.).

E. Bayer

Die fast 150-jährige Firmengeschichte des Familienunternehmens E. Bayer Baustoffwerke GmbH + Co. KG ist geprägt von stetiger Weiterentwicklung. Starker Service und hervorragende Produktqualität sind die solide Basis für hohe Kundenzufriedenheit und langjährige Partnerschaften in der Region. Aus der ursprünglich reinen Gewinnung von Sand und Kies am Neckar wurde ein umfassendes Leistungsspektrum für den Bau.
Über die breite Palette der Kalksandsteinprodukte hinaus bietet E. Bayer ein in sich geschlossenes System an Baudienstleistungen – vom klassischen Baustoff- & Schüttguthandel über die Ausführung von Erdbau- & Abbrucharbeiten bis hin zu der Vorfertigung von Wandbausätzen. Zudem gehör die Annahme & Aufbereitung von mineralischen Abfällen seit 1975 zu unseren täglichen Aufgaben.


Fotos: bmf Armin Burkhardt